Forschung

Historische Musikinstrumente sind Speicher des Wissens. Dieses Wissen zu erschließen und der Vergessenheit zu entreißen ist Aufgabe der Organologie.
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Laufende Forschungsprojekte

"Der lange Atem ist nicht Talent, Fleiß oder Genie, sondern ist der unerbittliche Glaube, wenn man etwas Richtiges zu sagen hat, kommt es auch an."
Hanns Eisler

Die 2021 gegründete Forschungsstelle DIGITAL ORGANOLOGY am Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig trägt ihrem Alleinstellungsmerkmal innerhalb der Instrumentenkunde an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen Rechnung. Sie leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Forschungsprofil der Universität Leipzig.
AKTUELLE VORHABEN

DISKOS – Komparation multimodaler Quellenkorpora der Musik, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

POSAUNENCHOR – Instrumentenbau, Aufführungspraxis und Ästhetik unter dem Einfluss der Konfessionen, gefördert von der Japanese Society of the Promotion of Science

FORSCHUNGSBIBLIOTHEK NEUPERT – Wissenssicherung im Kontext historischer Tasteninstrumente

KONTRABASS – Das Kontrabassisten-Portal

MODELL UND KOPIE – Cembali und Clavichorde im 20. Jahrhundert

RUSSISCHE HÖRNER – Überlieferung, Dokumentation, Digitalisierung

SACHSEN – Personenlexikon der Instrumentenbauer in Sachsen

TUBA – Basshorn, Serpent und Tuba, in Kooperation mit dem Royal Northern College of Music, Manchester


UNBEFRISTETE VORHABEN

BMLO – Bayerisches Musiker-Lexikon Online, in Kooperation mit der Universität München, gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und der Gesellschaft für Bayerische Musikgeschichte

MIMUL OBJECTS – Die Sammlungen im Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig

MIMUL STANDARDS – Forschungsdaten, Normen und Best Practices der Organologie

musiXplora – Transdisziplinäres Forschungsdaten-Repositorium der Organologie, Musik- und Kulturwissenschaft

ORGELN IN BAYERN – Portal für Instrumente, Hersteller, Standorte, Forschung, gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und der Gesellschaft für Bayerische Musikgeschichte

NOVY KINSKY – Personenlexikon (Autoren, Händler, Hersteller, Erfinder, Sammler, Gutachter, Restauratoren) der Organologie

SAUL
– Sammlungen der Universität Leipzig und ihre materielle Überlieferung zur Musik- und Kulturgeschichte

SCHULE DER SINNE
– Konzepte der Wahrnehmung von Musikinstrumenten

VOGTLAND AND STIFTLAND – Instrument making in the common border region of Bavaria, Bohemia, Saxony and Thuringia

Am Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig entstehen kontinuierlich Promotions- und Qualifikationsprojekte der Professur für Organologie, des Leipziger Zentrums für Musikwissenschaft, der Digital Humanities und in interdisziplinären Verbünden mit Hochschulen in aller Welt.


ABGESCHLOSSENE VORHABEN

MIMO – Musical Instrument Museums Online

MUSICES – MUSikInstrumenten-Computertomographie-Examinierungs-Standard

READ – Recognition and Enrichment of Archival Documents

TASTEN – Digitalisierung von Tasteninstrumenten und Toninformationsträgern

KULTUR FÜR ALLE: NEUSTART MIT STAUBSAUGER Transfer innovativer organologischer Forschung, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien 

HERMSTEDT- Provenienzforschung zu den Klarinetten des Fürsten Günther von Sondershausen

REKA– Provenienzforschung zur Sammlung Kaiser-Reka, gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste


FORSCHUNGSDATEN

Die Forschungsstelle DIGITAL ORGANOLOGY stellt in großem Umfang digitale Forschungsdaten für die transdisziplinäre internationale Wissenschaft bereit. Im Einklang mit der Open Access Policy der Universität Leipzig ist der Zugang über verteilte Portale und Aggregatoren möglich. Zur Erschließung steht die virtuelle Forschungsumgebung musiXplora zur Verfügung. Dort sind text- und zahlbasierte Metadaten zu Personen, Körperschaften, Objekten, Sachen, Orten, Ereignissen und Titeln der Organologie und ihrer Nachbarfächer/-disziplinen sowie Digitalisate und Virtualisate in insgesamt sechsstelligem Volumen erreichbar.

© 2022 Forschungsstelle DIGITAL ORGANOLOGY am Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig