Stadt und Schloss Sondershausen gegen Morgen
Zeichnung von C. Scheppig
Lithographie von Eduard Pietzsch
in: Friedrich von Sydow:
Thüringen und der Harz
mit ihren Merkwürdigkeiten,
Volkssagen und Legenden
Sondershausen 1840, 13
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UMBRÜCHE
Kultur und Gesellschaft im Wandel

Das drei Dezennien währende Zusammenwirken des Netzwerks aus Fürst Günther, Hermstedt, Spohr und Streitwolf legt verschiedene Facetten eines gesellschaftlichen und kulturellen Umbruchs offen. Das Erlebnis aufgeführter Musik wurde öffentlich; es verlagerte sich zunehmend aus der Residenz in die Stadt; und weil dort noch keine geeigneten Räume vorhanden waren, zunächst ins Freie.

Neben den höfischen und adeligen Trägern emanzipierten sich zunehmend – und rasch sogar dominierend – bürgerliche Akteure. Ihre Rollen als Komponisten, Virtuosen, Verleger oder Schriftsteller fanden gesellschaftliche Anerkennung und hohe Wertschätzung in Bildungskontexten.

Die Stadt wurde zunehmend zum performativen Ort der Musikkultur. Und die Musik wurde zunehmend zum Sehnsuchtsort der bürgerlichen Stadtgesellschaft.

Sondershausen
Der Rheinbund
Hautboisten und Janitscharen



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